Herz über Kopf im Kessel

Joris

Wir befind­en uns im Jahr 5 nach Hoff­nungs­los Hoff­nungsvoll”. Weit über 300 Konz­erte und 3 Echos später. Joris ist inzwis­chen 30 und hat sich Zeit gelassen für sein zweites Album Schrei es raus”, das am 5. Okto­ber 2018 erschien. Es ist der gle­iche Joris — diese ungewöhnliche, warme Stimme, die mit großer Aus­druck­skraft Geschicht­en erzählt und Bilder erschafft. Der gle­iche erdi­ge, ehrliche Sound, der ana­log und natürlich diese kraftvolle Stimme dynamisch unterstützt und überall mit­ge­ht: hoch, runter, laut, leise, gle­ichzeit­ig rau und san­ft — wahnsin­nig vielfältig und variabel.

Und doch ist das neue Album in allem MEHR: die Stimme dif­feren­ziert­er, die Texte tiefer, die Inbrun­st größer und der Sound pro­gres­siv­er und kom­plex­er. Euphorie trifft Besinnlichkeit, in jedem Text find­et sich noch eine tief­ere Schicht, die erschlossen wer­den kann. Mit gross­er Sensibilität wid­met sich Joris den unter­schiedlich­sten The­men. Da kommt DU” zunächst als Liebeslied daher, aber bei genauerem Hinhören wird klar, dass DU” das Leben besingt und – typ­isch für Joris — alle Facetten zur Sprache bringt. Die Songs sind immer mehrdi­men­sion­al und Joris betra­chtet das Leben” von vie­len Seit­en. In all den Augen” beschreibt die Gle­ichzeit­igkeit der Dinge: Glück und Unglück, Lieben und Lei­den, alles find­et sicht­bar nebeneinan­der statt und ist Teil des Spek­trums. Hier das Außen, dort das Innen: in Glück auf” find­et Joris die per­fek­te Para­bel für die schw­eren Momente: ein eingestürzter Stollen unter Tage, in der Dunkel­heit und ohne Sicht und Ausweg. Und das Lied ist den­noch ein Mut­mach­er, so wie es der Bergmanns­gruß ver­spricht: Glück auf, …es geht auf. es geht auf, es geht aufwärts”. Joris traut sich was, pro­biert sich aus, geht mehr aus sich her­aus und mehr in sich hinein, ist noch persönlicher und noch durchlässiger. Ein irre sym­pa­this­ch­er Typ, der einen an sich ranlässt, per­fekt unper­fekt, was die Begeg­nung mit ihm so ein­fach macht.

Joris ist in der ostwestfälischen Kle­in­stadt Vlotho aufgewach­sen und lebt inzwis­chen in Mannheim. Nach dem Rum­mel um das mehrfach preisgekrönte erste Album zieht er sich zurück und ver­bringt Anfang 2017 einen Monat alleine im win­ter­lichen Ital­ien. Ein persönlicher Reset: alles auf Anfang, um wieder neu starten zu können. Aber klar nehmen auch die neuen Lieder schon Form an, das Album ist im Entstehen.

Dann Spanien im Frühling: in der Fin­ca mit BBQ auf der Ter­rasse zwis­chen blühenden Mandelbäumen wird gechillt und gefeiert, aber auch kreativ gear­beit­et. Fre­unde kom­men zu Besuch, eine Bühne wird gebaut und musiziert. Immer dabei ist Joris’ kreativ­er Coun­ter­part: Key­board­er und Pro­duzent Con­stan­tin Krieg. Hier wer­den die Songskizzen aus­pro­biert, verändert, ver­wor­fen oder weit­er­en­twick­elt, die dann in neun­monatiger inten­sivster Stu­dioar­beit in Berlin, Rothen­burg a.d.Fulda und München für das neue Album pro­duziert werden.

Joris hat die Erfahrung gemacht, wie es sich anfühlt, wenn‘s klappt. Das macht es ein­fach­er und schw­er­er. Wenn es stimmt, was man sagt: das zweite Album sei das schw­er­ste, dann hat Joris hier alles richtig gemacht.

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